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Wozu diese Seite ?
Es kommt nicht selten vor, dass Menschen nach Durchlesen und Anhören aller Erklärungen zu der Frage "Was ist Rolfing ?" ratlos die Stirn runzeln und sagen: "Wirklich sehr interessant - aber so richtig weiß ich immer noch nicht, was Rolfing ist." Das brachte uns auf die Idee, ehemalige Klienten sprechen zu lassen.
Sie werden sicher verstehen, dass wir die Namen der Klienten nicht veröffentlichen können. Wir schwören aber drei heilige Eide beim Andenken von Ida Rolf, dass wir kein einziges Wort (innerhalb von " " ) erfunden haben.
Wenn Sie gern jemandem eine Frage stellen wollen, würden wir versuchen, diese weiterzuleiten.
Vielleicht suchen Sie an dieser Stelle eine Antwort auf Ihre wichtigste Frage: Werde ich schmerzfrei werden ? Da müssen wir Sie leider noch enttäuschen. Wir könnten hier sehr viele Klienten zu Wort kommen lassen, deren Schmerzen weniger geworden oder ganz verschwunden sind. Darunter auch solche, die jahrelang vergeblich therapiert wurden. Leider würde das nichts beweisen. Die Heilungsrate jeder beliebigen schulmedizinischen, alternativen oder psychologischen Methode, auch der Gar-Nichts-Tun-Methode ist so hoch, dass auch jede Quacksalberei auf Erfolge pochen und Anhänger vorweisen kann. Aussagekräftig wäre nur eine gründliche Untersuchung, die wirklich zählt, wie viele Erfolge wie vielen Misserfolgen gegenüberstehen und das mit anderen Methoden vergleicht. Da wir persönlich vom Wert des Rolfings bezüglich Schmerzreduktion überzeugt sind und deshalb den immensen Aufwand nicht scheuen, haben wir vor kurzem eine solche Studie begonnen. Die Ergebnisse werden wir in ein paar Monaten u.a. auf dieser Seite veröffentlichen.

Äußerungen, die spontan bei der Arbeit gefallen sind
(Denken Sie nicht, daß es in einer Rolfingsitzung immer bierernst zugehen muss ! ;-)
- "... UNGEWOHNT !"
ist das Wort, das bei weitem am häufigsten in meiner Rolfing-Praxis fällt (A.Z.)
- "Sagen Sie mal, kann das sein, dass ich irgendwie größer oder breiter geworden bin und nun nicht mehr in meine eigenen Jacken passe ?"
X., prominenter Modemacher
- "Vor 10 Jahren konnte ich mir wenigstens noch Champagner gönnen. Jetzt bleibt nur noch dieses komische Rolfing."
J., 84
- "Jetzt weiß ich, was Sie wollen: Innen deutsch und außen italienisch."
C., Lehrer, Neapolitaner, 40
- "Aha, unten Cowboy, oben Königin!"
H., Abgeordnete, 43
- "Jetzt fühle ich mich wie ein Hinkelstein: unten schwer, aber nach oben zeigend."
S., Schauspieler, 34
- "Wenn ich mir wie Dörrobst vorkomme, dann habe ich wieder den Po zugekniffen. Wenn man bedenkt, dass ich früher nur so rumgelaufen bin!"
S., Schauspieler, 34
- "Ich fühle mich wie eine schludrige Giraffe."
S., Physiotherapeutin, 24
- "Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man stolz daher schreiten kann."
S., Bibliothekarin, 59
- "Beim Laufen komme ich mir vor wie ein Tier, dass im Zoo groß geworden ist und jetzt ausgewildert wird."
S., Bibliothekarin, 59
- "Ich hatte mir seit Jahren nichts sehnlicher gewünscht als richtig gerade zu gehen. Und je mehr ich dafür gemacht habe, desto ungerader wurde ich. Jetzt mache ich nichts mehr und bin fast gerade !"
M. Sportlehrerin, 35
- "Komisch, vor der Sitzung hatte ich gedacht, ich wäre total müde."
A., Verkaufsdirektor, 34
- "Mein Körper kommt sich nicht mehr so vernachlässigt vor."
A., Verkaufsdirektor, 34
- "Klasse ! Fühlt sich gut an und sieht trotzdem echt gut aus !"
S., Schauspieler, 31
- "Seit meiner OP hielt ich mein Knie immer für ziemlich krank und am Ende. Es tat ja auch dauernd weh. Seitdem Sie mir mein Knie mal für eine Viertelstunde weggenommen haben, ist es eigentlich ganz in Ordnung."
S., Schauspieler, 31
- "Ich muss jetzt mehr flirten. Die Frauen gucken viel mehr."
S., Schauspieler, 31
- "Komisch. Wenn man sich beim Proben weniger anstrengt, ist man kreativer."
S., Schauspieler, 31
- "Sie kosten mich ne ganze Menge Geld! Meine Casting-Agentur will aktuelle Fotos. Dabei sind die alten nicht mal ein Jahr alt. Und die schönen teuren Sommerhosen vom letzten Jahr musste ich auch wegschmeißen."
S., Schauspieler, 31
- "Ich lerne mich."
C., Kabarettist, 40
- "Ich genieße mich."
H., Regisseurin, 36
- "Ich habe Luft zwischen den Wirbeln ! Vielleicht heißen die ja deshalb so."
O., Sekretärin, 36
- "Danke !!!
Ich konnte endlich mal meinen Mann im Golf schlagen!"
O., Sekretärin, 36
- "Erst dachte ich: 'Mann, ist das anstrengend, den Kopf oben zu behalten!' Und jetzt merke ich ihn überhaupt nicht mehr. Phänomenal!"
S., Jurist, 32
- "Das leuchtet mir total ein. Ich ärgere mich bloß. Zehn Jahre falsch trainiert! Die Schulterschmerzen wären echt überflüssig gewesen."
F., Karate-Schwarzgurt, 34
- "Letztens beim Wandern habe ich zum ersten Male gemerkt, dass ich rechts und links habe. Als ob die Beine bis in den Rücken hoch reichen. Vorher war das eine geschlossene Grauzone. - So ein schönes Gefühl !"
J., Tänzerin, 35
- "Meine Ohren merken jetzt, ob sie über der Hüfte sind."
J., Tänzerin, 35
- "Ich glaube, ich werde hier noch zur Gazelle!"
B., Bankkauffrau (gehbehindert), 49
- "Ihre Praxis wird langsam zu klein!"
B., Bankkauffrau, 49
- "Neulich sagt mein alter Freund X. auf der Straße zu mir, ich sollte doch mal wieder humpeln. Er hätte vergessen, welches mein kaputtes Bein sei."
B., Maurer, 57
- "An meinem Iliosakralgelenk haben Sie gestern Wunder gewirkt! Ich merke es überhaupt nicht mehr. Als ich gestern nach Hause ging, hatte ich deswegen eine richtige Endorphin-Ausschüttung.
30 Jahre hatte ich konstant Schmerzen - seit der Entbindung. Nichts hat geholfen, keine Spritzen, keine Physiotherapie, keine Analgetica.
Ich bin richtig glücklich. Und es hält immer noch an."
Dr. S., prakt. Ärztin, 59
- (jahrelange Nackenschmerzen)" Der Hals ist weg und es geht sich von selber !"
R., Sekretärin, 29
- "Der große Zeh tut nicht mehr weh und die Schuhe passen wieder. - Ich verstehe gar nicht mehr, wie ich früher so blöd laufen konnte."
B., Lehrerin, 57
- "Ich bin selber überrascht, was ich mir neuerdings für einen Gang angewöhnt habe."
W., Kaufmann, 30
- "Ich kriege jetzt erst mit, wenn ich steif im Körper werde, werde ich auch steif im Kopf!"
T.,Drehbuchautor, 28
- "Sie sind schuld, dass mir lauter verrückte Sachen für den Unterricht einfallen!"
B., Lehrerin, 57
- "Ich fühle mich um die 10 Pfund leichter, die ich noch abnehmen sollte."
M., Rentnerin, 61
- "Gelassenheit kriegt man sowieso mit der Zeit. Aber jetzt fühle ich mich lebhaft gelassen !"
M., Rentnerin, 61
- "Jedes Mal, wenn ich hier rauskomme, lerne ich 'nen Sack voll neuer Leute kennen. Das geht schon vor der S-Bahn los. Vielleicht weil meine Schritte immer länger werden."
M., Rentnerin, 61
- "Wenn ich den Kopf hängen lasse, ist auch das Becken total verriegelt!"
F., Physiotherapeut, 35
- "Beim Rausgehen habe ich mich wieder eingeknickt, weil ich Angst hatte, ich renne gegen die Lampe."
W., Wissenschaftler, 40
- "Ich muß mich jetzt immer bücken. Mein Spiegel hängt zu tief."
F., Physiotherapeut, 35
- "Das war das erste Mal, dass ich das ganze Konzert hindurch stehen konnte. Dabei hatte ich diesmal noch das Kind auf den Schultern !"
F., Physiotherapeut, 35
- "Sonst musste ich nach 4 Hemden und 3 T-Shirts aufhören zu plätten. Diesmal habe ich aufgehört, weil die Wäsche alle war."
O., Bibliothekarin, 46
- "Sollen darf man, aber nur mit Vorsicht !"
C., Finanzkaufmann, 40
- "Es gibt bessere Tango-Tänzer als mich. Aber ich bin einer der beliebtesten. Anscheinend, weil ich besonders gerade stehen kann. Von oben bis unten, von den Wangen bis zu den Becken. Gerade sein ist manchmal eine ganz schön erotische Angelegenheit ! - Ja, Rolfing hat mir schon manche schöne Stunde beschert."
W., Wissenschaftler, 40
- "Ich habe festgestellt, dass sich beim Tango zu 90% die Männer den Frauen nähern und nicht umgekehrt. Meistens tun sie das mit dem Kopf statt mit dem Becken. Dann sehen sie aus wie Fragezeichen und die Erotik ist im Eimer. Eigentlich ist das stilwidrig, aber das fällt keinem auf, weil die Lehrer genauso verbogen sind. Na ja, kann mir ja recht sein."
W., Wissenschaftler, 40
- "Mein Bauch sieht jetzt fast so aus wie aus dem Callanetics-Buch. Mit Callanetics habe ich das nicht geschafft!"
T., Versicherungsangestellte, 41
- "Neulich hat mich eine Freundin gefragt, ob ich abgenommen hätte. Es hat zwei Tage gedauert, bis sie darauf kam, dass ich bloß einen längeren Hals habe."
D., Schauspieler, 46
- "Na super, jetzt habe ich schon kurze Haare und laufe auch noch wie ein Mann. Das mache ich aber nur, bis ein Kerl auftaucht, der es wert ist, sicher wieder das Becken zu verknoten !"
A., Ärztin, 33
- "Es ist mir ein bisschen peinlich das zu erzählen, aber neuerdings habe ich immer mehrere Orgasmen. Und wenn ich danach berührt werde, geht es plötzlich wieder los. Ist das normal?"
S., Übersetzerin, 35
- "Ich habe jetzt die Kurve gekriegt. Nein, hingekriegt !"
M., Model, 23
- "In der Familie haben sich ja immer alle über mich lustig gemacht, weil ich zum "Hand auflegen" gehe. Meine Söhne haben mir grinsend ein Satz Hanteln geschenkt. Seit zwei Wochen habe ich aber kein Wort mehr davon gehört. Da haben wir alle ein volles Wochenende lang unser ganzes Firmenarchiv umgeräumt. Hinterher hatten alle
Rückenschmerzen. Außer mir."
D., Kaufmann, 48
- "Ich kann im Auto wieder nach hinten gucken."
D., Kaufmann, 48
- "Loszulassen ist ja wirklich schwer. Aber sehr spannend !"
K., Designerin, 28
- "Hinterher habe ich gemerkt, das war die erste Messe, bei der ich vier Tage ununterbrochen stehen konnte."
B., Kauffrau, 45
- "Rolfing ist Soul surfen !"
K., Student, 21
- "Rolfing ist bedrohlich gut."
M., Tänzer, 34
- "Ich kann jetzt von ganz oben runter springen. Als einzigste. Coooool !"
T., Schülerin, 10
- "Ich musste meinen Anrufbeantworter neu besprechen. Seine Stimme hatte sich vollkommen verändert."
W., Sportlehrer, 45
- (Zu Beginn der dritten Stunde:) "Wenn Sie mir vorher gesagt hätten, daß so in so kurzer Zeit so viel herauskommen kann, hätte ich Sie für einen Spinner gehalten."
Dr.R., Managerin, 54
- "Ich bin ja ein sehr skeptischer Mensch. Kein Wunder, nach allem was ich mit meinem Rücken schon durch habe. Aber ich muß Ihnen zugeben: Wenn es nicht reine Einbildung ist, dann ist es wirklich ein Wunder. Aber ganz egal, soviel Einbildung ist auch ein Wunder.
Wirklich, wenn mir jemand vor einem halben Jahr gesagt hätte, daß ich heute freiwillig Sport mache - ich hätte gedacht, so ein großes Wunder kann es gar nicht geben. Also wirklich: FREIWILLIG! Und es macht sogar fast Spaß! Es ist einfach nicht zu fassen!"
Dr.R., Managerin, 54
- "Sie ahnen ja gar nicht, was Sie alles ins Rollen gebracht haben ! Als mein Kreuzbein wieder Fahrrad fahren konnte, war ich so begeistert, dass ich mir jeden Abend den Hund geschnappt habe und eine Dreiviertelstunde geradelt bin. Ich habe in 10 Monaten 15 Kilo abgenommen. Das sah richtig gut aus. Daraufhin hat allmählich das ganze Dorf angefangen, Fahrrad zu fahren, weil sich keiner getraut hat, erst nur rumzusitzen und mir dann in der Praxis was vorzujammern. Aber jetzt ist mir Fahrrad fahren langweilig geworden und ich gehe jeden Tag joggen. Mal sehen, was jetzt passiert."
Dr. F., Landarzt, 38
- "In unserer Radelgruppe war ich früher das Sorgenkind, obwohl ich die jüngste war. Wir konnten keine langen Touren machen. Es mussten immer welche hinten bleiben. Jetzt fahre ich vorne mit."
B., Bankkauffrau, 56
- "Wenn ich daran denke, mich selber zu rolfen, spiele ich viel besser und strenge mich dabei weniger an. Früher habe ich immer tief Luft geholt, wenn die Klappe fiel. Jetzt atme ich erst mal tief aus. Falls ich es jemals bis Hollywood schaffe, nehme ich Sie mit. Dann wird der Oscar ein Kinderspiel."
S., Schauspieler, 34
- "So muss es sich anfühlen, wenn man übers Wasser geht."
S., Schauspieler, 34
- "Es fühlt sich wirklich merkwürdig an. Mischung aus entspannt uns straff. Irgendwie stimmig. Umgekehrt wie normal. Normal ist lasch und verspannt."
H., Unternehmer, 48
- "Aha, einfach aufrecht fallen lassen!"
L., Rechtsanwältin, 38
- "Rolfing mit einem Wort erklären ? Ich würde sagen: 'Aufrecht und Gelassen.' Nee, für Studenten sagen wir lieber: 'Stabil und Locker.' "
der Rolfer
- "Ihre Atmung ist ja die reinste Meeresbrandung ! Na ja, sagen wir, einen Millimeter mehr haben wir geschafft."
der Rolfer

-
Meinungen, die niedergeschrieben wurden
Im Vorgespräch bitte ich immer um schriftliches Feedback nach Beendigung der Rolfing-Serie. Manchmal wird mir diese Bitte erfüllt.
Wenn Sie ein ehemaliger Klient sind und diese Gelegenheit für eine Meinungsäußerung nutzen wollen, tun Sie den Machern und Lesern dieser Web Site einen großen Gefallen -
DANKE !
Die Äußerungen sind bisher ausnahmslos begeistert. Das liegt vermutlich nicht etwa daran, dass es nur begeisterte Klienten gibt. Es hat einfach bisher noch nie ein gelangweilter, enttäuschter oder ärgerlicher Klient ein Schreiben oder eine Email an uns gerichtet.
- "Beim Rolfing erfahre ich, dass ich mehrere Möglichkeiten habe mich zu bewegen und zu verhalten und dass die Muster, die ich bevorzuge, nicht in jeder Situation die zweckmäßigsten sind.
Warum habe ich beim Gehen jahrzehntelang die hauptsächlich Fußaußenkante belastet ? Ich sehe das an meinen Schuhsohlen, die innen noch ganz intakt sind, wenn außen schon das Wasser durch kommt. Es ist mir aber nie aufgefallen, ich bin einfach nie drauf gekommen, dass es auch anders gehen könnte.
Jetzt ist Spazieren gehen zum Experiment geworden. Ich probiere verschieden Varianten aus und dabei ändert sich auch mein Gefühl für die Umgebung. Warum soll ich hasten, schleichen oder Hindernissen aus dem Weg gehen, wenn ich auch aufrecht gehen, mir nötigenfalls Platz verschaffen und dabei Spaß haben kann ? Und das ich das kann, lerne ich langsam. Selbstverständlich gibt es immer wieder Gelegenheiten, bei denen ich mich doch wieder klein mache, das kann ja manchmal auch ganz sinnvoll sein, aber immerhin habe ich die Wahl.
Ich habe gemerkt, dass ich bei alltäglichen Bewegungen, aber auch bei sportlichen Aktivitäten immer wieder dasselbe mache. Ich benutze die Bewegungsmuster, die ich irgendwann mal als sinnvoll, einfach oder auch nur machbar erfahren habe. Ich trainiere immer wieder das, was ich eh sehr gut kann und schränke mich zwangsläufig in meinen Möglichkeiten ein. Bloß, wie gesagt, das war mir nicht klar. Ich habe bloß gesehen: Ich sacke immer noch leicht zusammen und mein Hohlkreuz bleibt wie es ist, auch nach jahrelangem Bauch- und Rückenmuskeltraining. Nun ahne ich, was da fehlte: Freiheit - die Freiheit meine Bewegungen mal anders zu organisieren, gewohnte Dinge auf andere Art zu machen.
Es gibt da viel zu lernen.
Neuerdings merke ich, dass mir meine alten Hemden zu klein werden. Wie das ? Ich habe weder zugenommen, noch habe ich mehr Muskeln gekriegt. Vermutlich waren die Hemden immer schon zu klein, aber ich habe mich irgendwie hineingekauert und habe sie für angemessen gehalten. Jetzt fühlt sich das nicht mehr richtig an - ich bin gar nicht so schmächtig, wie ich immer vermutete, ich kann durchaus Größe L gebrauchen und ausfüllen."
R., Physiotherapeut, 32
- "Ich wollte irgendwas in meinem Leben ändern, aber ich wusste nicht was. Bei einer Psychologin sucht ich Rat. Gemeinsam durchforsteten wir mein Leben - rückwärts natürlich - um Antworten auf meine heutige Unzufriedenheit zu finden. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr zu kramen und zu kramen und zu kramen. Da stieß ich auf eine Anzeige über "Rolfing". Es wurde erklärt, dass Rolfing im Prinzip eine langsam ausgeführte, tiefe Massage sei. Und dann: dass die Veränderung des angeblich unveränderlichen Körpers Mut zu weiteren Veränderungen im Leben machen würde. Das war's ! Ich wollte mein Leben verändern - schon lange. Also meldete ich mich zu einem kostenlosen Informationsgespräch an. Drei Tage später empfing mich ein Mann, der zwar Charisma hatte, aber völlig undurchsichtig auf mich wirkte. Hm, der große Spiegel an der Wand, in dem ich mich voll sehen konnte, verblüffte mich. Und dann die üblichen Fragen, fast wie beim Psychologen. Doch während des Gespräches horchte ich auf. Ich bekam das Gefühl, einem Praktiker gegenüber zu sitzen, einem Menschen, der lebt. Er war in der Lage seine persönliche Meinung zu sagen. Und das gab für mich den Ausschlag, diese Sitzungen in Anspruch zu nehmen.
Der Tag meiner ersten Sitzung war gekommen. Ich kannte den Rolfer bereits und ebenso die Räumlichkeit. Das gab mir ein wenig Ruhe. Nur mit Unterwäsche bekleidet sah ich mich im Spiegel. Tat ein paar Schritte hierhin und dorthin. Der Rolfer versuchte mir zu erklären, was er an meinem Körper für "verbesserungswürdig" hielt. So wurde mir dargelegt, dass ich flache Fußsohlen (Plattfüße) habe, mein Becken nach vorn gekippt und der Kopf vorgebeugt sei. Dadurch würde ich mit einem Rundrücken laufen. Ja, ich konnte es auch erkennen. Also begann er zunächst meine Füße zu rolfen. Mir kam es vor, als ob er sie massierte, was manchmal auch schmerzhaft war, drehte und in die Länge zog, was angenehme Gefühle weckte. Nach gut einer Stunde, bei der mir ulkigerweise Episoden aus meinem Leben durch den Kopf gingen, war es beendet.
Mein Rolfer hatte mich vorher informiert, dass es günstig für die Behandlungen sei, wenn ich nicht mit dem Auto käme, sondern einen längeren Fußweg einplanen würde. Also lief ich die halbe Stunde zu Fuß nach Hause. Es war finster, wie es eben im Dezember um 18.00 ist. Doch ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich lief leicht, schwingend, abrollend, meine Füße wirklich spürend, durch die Straßen. Ich schaute jeden Menschen an, ob er bemerkte, wie ich - im Gegensatz zu ihm - lief. Ich glaube, einige bemerkten tatsächlich mein neues Laufgefühl. Und nicht nur das, meine miese Stimmung war in gehobener Form, warum konnte ich mir nicht erklären, es war aber so.
Es folgten weitere Sitzungen, in denen ich - manchmal schmerzhaft - am ganzen Körper gerolft wurde. Mir wurden in dieser Zeit durch den Rolfer meine Augen bzw. meine Gefühle für meinen eigenen Körper geöffnet. Ich halte es heute noch für eine der tiefgreifendsten Erfahrungen meines Lebens überhaupt, dass mir durch das Rolfen bewusst wurde, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Gewusst hatte ich das schon vorher, aber nicht gespürt. Der Rolfer konnte mir anhand meines Körpers Erlebnisse aus meinem Leben rekonstruieren, die ich dann bearbeiten konnte, weil ich ein völlig neues Körpergefühl hatte.
Bei einer Rolfing-Sitzung, der Rolfer war mit meinen Hüftgelenken in Verbindung zu den Schenkeln beschäftigt - empfand ich einen solchen durchdringenden Schmerz, dass mir wie auf einen Schlag meine Lebensängste ins Bewusstsein gelangten. Dieser Schmerz stellt sich mir als Angst dar, Angst, die ich irgendwann in meinem Leben durchlebt hatte und die vergessen war. Ich ließ diese Angst im Laufe der zehn Sitzungen hinter mir. Das war in meinem Leben der positivste Schritt, den ich je gegangen war. Ich kann jetzt mehr Verantwortung für mein Leben übernehmen. Ich tue, was mir gut tut. Ich kann zu anderen Menschen "nein!" und "vielen Dank!" sagen, mich von ihnen verabschieden und habe kein schlechtes Gewissen mehr im Anschluss daran. Situationen und Menschen, die mir nicht gut tun, in die begebe ich mich nicht und von denen verabschiede ich mich.
Mir war bekannt, dass die positiven Nachwirkungen von Rolfing bis zu einem Jahr später zum Tragen kommen können. Heute sind bereits drei Monate vergangen. Ich habe ein völlig neues Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein entwickelt. Das bestätigen auch meine Freunde. Mein Körper bin ja ich ! Ich fühle von tief drinnen: Ich kann mich auf mich verlassen. Ich habe mich entschlossen, den Sekretärinnen-Beruf, der mich ja eigentlich seit 20 Jahren nervt, aufzugeben. Ich werde mir Wünsche erfüllen, ich besitze Kreativität und habe realistische Träume. Als erstes gehe ich für zwei Jahre nach Italien. Eine wichtige Fähigkeit, die ich u.a. durch Rolfing erworben habe, ist, dass ich keine abgehobene, überdrehte Spinnerin geworden bin, wie es heute so viele gibt. Nein, im Gegenteil, ich betrachte mich als geerdete, mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehende Frau. Ich spüre den Boden im ganzen Körper.
Das tägliche passive Geschehenlassen hat sich gewandelt in schöpferisches Ausleben des Lebens - ich lebe wieder."
T., Sekretärin, 44
- "Die erste Erfahrung mit Rolfing habe ich vor ungefähr einem Jahr gemacht, wo ich meinen ersten Termin bei Herrn Z. hatte.
Ich war nervös und trotz der Hilfe, die ich mir wünschte, bemüht, mich zu verteidigen. Das erste, was mich sehr beeindruckt hat, war, dass ich mich im Spiegel sehen konnte und dabei viel ruhiger war, als ich das normalerweise von mir kannte. Das hat mich sehr beruhigt und mir sofort Vertrauen gegeben.
Nach mehreren Sitzungen fing ich an, immer mehr den Unterschied zu bemerken zwischen den Momenten, wo ich wirklich "bei mir" war und den anderen Momenten, wo ich wieder abgelenkt wurde durch innere Unruhe.
Eigentlich war ich bis dahin immer verspannt. Sozusagen immer beim wegrennen.
Da passte mir meine Arbeit als Tänzer sehr wohl. Ich konnte meine Energie durch große körperliche Anstrengung aufbrauchen. Beim Rolfing ist es ganz umgekehrt, da findet man zu seinem Körper zurück.
Zunächst hat mich die Entspannung, die man beim Rolfen erfährt, ganz schläfrig gemacht, wahrscheinlich weil es für mich ein ungewöhnlicher Zustand war. Herr Z. hat aber immer dafür gesorgt, dass ich seine Praxis in wachem, ruhigem Zustand verlassen habe.
Das Rolfen hat mich schon sehr verändert.
Was ich auch besonders schätze, ist die Einfühlsamkeit von Herrn Z., der mich, wenn es notwendig war, auch als Gesprächstherapeut begleitet hat. Vor allem am Anfang war es wichtig
für mich, nicht bloß die Unruhe "weg zu machen", sondern auch zu merken, woher die kommt. Da gab es zuerst manche Sitzung, wo es mehr zu besprechen als zu rolfen gab.
Die Mischung von Verständnis und Unterstützung, aber auch die Strenge und das Vertrauen an meine Kraft fördern mich, langsam ein echtes Selbstvertrauen und ein ehrliches Eigenwertsgefühl aufzubauen.
Ich habe das Gefühl durch Rolfing bekommen, Kraft durch Ruhe zu erlangen."
M., Tänzer, 34
- (email:) "Braungurtprüfung bestanden. Kniee haben sich nicht mehr gemeldet. Danke.
Hals- und Beinbruch für das neue Jahr !"
D., Unternehmer, 32
- (email:) "Hallo Herr Z.,
ich möchte mich noch einmal bedanken für unsere erste Rolfing-Sitzung.
Als ich Ihre Praxis verließ, ist mir ja eine Menge im Kopf herum gegangen und komischerweise sind mir Entschlüsse und Entscheidungen, vor denen ich noch vor einem Jahr davon gelaufen wäre, ziemlich leicht gefallen. Dazu gehörte auch, dass ich meiner Freundin gestern, bei aller Liebe die ich für sie empfinde, auch einmal sagen konnte, wie sehr sie mich manchmal mit ihrer Distanziertheit und ihrem offensichtlichem Be"zieh"ungskomplex auch verletzt. Ich habe es ihr in einem sehr ruhigen, aber bestimmten und keine
Ausflüchte erlaubenden Ton, kurzum einfach ohne Angst - gesagt. Das Tolle an der Sache ist, wir hatten gestern die schönste Nacht meines Lebens, so als hätte sie darauf gewartet, dass ich endlich mal ein Mann bin ! Wie konnte ich auch denken, sie würde sich mir nähern, wenn ich ihr nicht einmal die Richtung zeigte, ihr auch nur immer widersprüchliche Informationen gab. Informationen derart, wie Sie mir bedeutet haben, als Sie versuchten, meinen Körper- und Gesichtsausdruck zu "karikieren".
Ich bin sehr froh über diese (meine) Entwicklung, denn, wie ich Ihnen schon sagte, bin ich eigentlich ein Mensch, der sich selbst infrage stellen kann und auch Tatkraft und Energie hat - nur war da immer dieses unbeschreibliche Gefühl, dass mich irgendetwas daran hindert, dies auszuleben.
Das hört sich jetzt zwar alles mehr nach Psychotherapie an (was es natürlich auch ist), aber es stellt auch wunderbar den Zusammenhang zwischen Psyche und Körper dar.
Na gut, ich will mal sehen, was noch alles passiert, das Leben ist viel zu interessant, um sich den vielen Möglichkeiten zu verschließen. Es macht einfach Spaß
Eigentlich könnte ich noch viel dazu schreiben, aber jetzt habe ich eigentlich mehr Lust, irgendwas zu tun statt hier am Schreibtisch zu sitzen. Ich bin froh, dass es noch nicht zu spät ist, es wäre schlimm gewesen, wenn ich mit 80 Jahren erst bemerkt hätte wie sehr ein innerer Disput meine Lebensenergie gebunden hat. Dank Ihrer direkten Fragen habe ich den Ausgangspunkt gefunden, und ohne dem wäre wohl alles andere nur Symptombehandlung geworden. Es ist kaum zu glauben, wie innere ungelöste Fragen durch den Körper ausgedrückt werden und sich dann mit Hilfe des Körpers sogar lösen lassen !
Ich entwickle übrigens gerade ein völlig neues Unternehmenskonzept und die Ereignisse der letzten Monate und vor allem von gestern zeigen mir, dass das genau der richtige Weg ist. Bei Gelegenheit kann ich Ihnen ja mal davon erzählen, es dürfte Sie sicher auch interessieren.
Wie auch immer, ich wünsche Ihnen einen schönen Arbeitstag und freue mich auf die nächste Sitzung. Bis bald !
"
N., Unternehmer, 34
- "Danke für den Mut, den Sie damals geweckt haben !"
K., Schülerin, 16
- " ... falls sie sich noch erinnern, nun ich war ja auf der suche nach mir, mehr oder weniger so würde ich es heute sagen. nur was suchte ich????
jetzt wo ich es gefunden habe, kann ich ihnen sagen was es war!
"SEBSTWERTGEFÜHL" und "VERTRAUEN"
es erhalten zu haben, ist mehr wert als alles geld und gold dieser welt. es ist als wenn man nach langen irrfahrten endlich sein zu hause gefunden hat.
und ihre übungen die sie mir mitgegeben haben auf meinen weg, wahren für mich stets sehr hilfreich. immer dann wenn ich meinen weg zu verlieren drohte,
erinnerte ich mich: stehen bleiben... kopf hoch... und wie ich ihre beckenübung nannte schüssel tragen...lach,
sie haben mir stets die kraft gegeben.....oder auch gezeigt, was alles machbar ist, wieviel kraft man gewinnen kann allein nur dadurch das man auf seine körperliche struktur achtet........... wie laufe ich......... was macht mein rücken.... usw.
und natürlich auch unsere gespräche.
ihre dankbare klientin"
S., Kosmetikerin, 38
- "Ich möchte mich als Mutter noch einmal bedanken für Ihre geleistete Arbeit.
Das Ergebnis ist beeindruckend und überzeugt mich, das Richtige getan zu haben."
H., Mutter des abgebildeten Jungen
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Das waren Briefe und Emails, die uns nach Rolfing-Sitzungen erreicht haben.
Und wie ist es Ihnen mit Rolfing ergangen ???

- Greta Garbo
von Berufs wegen "die Göttliche"
- Cary Grant
Schauspieler
- Miro
Maler
- Moshe Feldenkrais
Physiker und Körpertherapeut
- Fritz Perls
Gründer der Gestalttherapie, "überredete" Ida Rolf mit Nachdruck zu unterrichten
Sharon Wheeler-Hancoff: "Fritz Perls überzeugte mich, mich rolfen zu lassen. Wir stiegen in Esalen den Felsweg vom Meer hoch und hielten an der Bank nahe der Hügelspitze. Fritz sagte, daß er früher immer hier anhalten und 20 Minuten ausruhen mußte, bevor er weiter zu seiner Unterkunft gehen konnte. Nach Rolfing brauchte er diese Ruhepause nicht mehr."
- Courtney Love
Sängerin
- Dr. med. Karlis Ullis
Arzt des US-Teams der Olympiade 1992
"Athleten brauchen immer Hilfe mit chronischen Verletzungen, Muskelverspannungen und -überforderungen. Die olympischen Athleten hätten nicht so viele
Verletzungen, wenn sie regelmäßige Bindegewebsbehandlungen hätten. Rolfing ist für Profisportler wertvoll, um Narbengewebe und die Entgleisung
von Muskelfasziengewebe durch Training, Wettkampf und Verletzungen zu behandeln."
- Elvis Stoijko
olympische Silbermedaille 1998 im Eiskunstlauf
"Rolfing hat mir geholfen, mein Zentrum zu finden. Es hat meinen
Körper wieder richtig gebogen."
- Joe Greene
zweimalige olympische Bronze im Weitsprung
"Rolfing funktioniert. Es hat wirklich einen großen Unterschied gemacht. Ich bin schon lange auf
dem Platz und ich wünschte, ich hätte es früher gekannt. Mein Bauch verspannt sich und meine Hüften werden steif, wenn ich springe. Die Rolfing-Arbeit
hat mir geholfen zu atmen und ich fühle mich größer."
- Sam Keene
Sam Keene ist ein ehemaliger Herausgeber von "Psychology Today" und Bestseller-Autor, der auch ins Deutsche übersetzt wurde ( "Feuer im Bauch" )
"Körperarbeit hat mir erlaubt, mit 65 so vital zu leben wie ich will. Vor neun Monaten habe ich angefangen, am Fliegenden Trapez zu trainieren und das
wäre ohne Rolfing nicht möglich gewesen."
- Eric Olson
Eric Olson ist ein bekannter Sportjournalist in den USA.
"Totale Fitness - Eine Rolfing-Behandlung kann deine Schuhgröße verändern. ... und mehr
Das Problem mit meinen Füßen ist, dass sie alle irgendwie verkorkst sind. Ich habe Gewölbe, die sich wölben wie die Decke der Sixtinischen Kapelle. Sie sind wahrscheinlich die Mount Everests der Fußgewölbe und wenn ich renne, kollabieren sie unter dem Gewicht jedes Trittes gewaltig nach außen.
Ich bin natürlich mit Einlagen ausgestattet - den Everests der Einlagen-Welt - und für einige Jahre hatte ich eine Art verklemmter "friedlicher Koexistenz" mit meinen Füßen erreicht. Bis ich mit der Hoffnung auf etwas mehr in der Praxis von Patrick Reilly auftauchte - Certified Advanced Rolfer in Berkeley, California.
Reilly besah sich meinen Fall von oben bis unten, schoss ein paar Polaroid-Fotos zum Zwecke des Vorher-und-Nachher-Vergleichs und begann mit der Bemerkung, dass Schuhgröße 45 ein wenig zu klein wäre für einen Kerl von ganzen 1,88 m und 97 kg.
Du fragst dich bestimmt, was kann man da schon machen - mit der eigenen Fußgröße. Ich jedenfalls habe mich das gefragt. "Was hast du vor - sie größer machen oder was ?" schnaubte ich. Reilly gab mir einen Blick so ernst wie ein Banker, der kurz vor seiner Kaffeepause nach einem Kredit gefragt wird. "Na klar", sagte er.
Okay - ich weiß, was du jetzt denkst. Wo sonst als in diesem verrückten Berkeley findest du jemand, der versucht, deine Füße größer zu machen ? Aber Rolfing oder "Strukturelle Integration", wie es auch manchmal genannt wird, scheint wirklich ganz vernünftige Grundlagen zu haben. Die Frau, die das entwickelt hat, Ida Rolf in ihren späteren Jahren, besaß akademische Weihen in Form eines Dr. der Biochemie und Physiologie von der Columbia Universität. Frau Rolf verbrachte die meisten ihrer 83 Jahre damit, nach Lösungen für gesundheitliche Probleme zu suchen, die sich konventioneller Therapie verweigerten. Das Ergebnis ihrer Forschung war ein System von Körperbildung und physischer Manipulation, das - auf dem Grundniveau - aus 10 Sitzungen besteht. In diesen Sitzungen versucht der Rolfer mit seinen Händen das Bindegewebe des Klienten so zu verändern, dass alle Teile des Körpers wieder in die richtige Ordnung zueinander kommen. Ida Rolf fand heraus, dass das Bindegewebs-Netzwerk mit dem darin enthaltenen Muskelsystem jedes Muster an Körperhaltungs- und Bewegung festhält, an das sich der Körper einmal angepasst hat. Wenn der Körper wegen Krankheit oder Unfall, emotionalem Trauma, schlechter Gewohnheit, genetischer Schwäche oder zum Beispiel Rennen auf schlechten Füßen eine unausgeglichene Struktur angenommen hat, dann erstarren die sogenannten Faszien darin.
Der Job des Rolfers ist es dann, Faszien zu lösen und zu ordnen. Rolfer arbeiten auf der Basis von drei Grundannahmen: Die meisten Männer und Frauen haben das harmonische Gleichgewicht im Erdschwerefeld verloren; wir würden alle besser funktionieren, wenn wir richtig mit der Schwerkraft im Einklang wären; der Körper ist so plastisch, dass seine Ordnung zu jeder Zeit seines Lebens verbessert werden kann.
Reilly begann die Gewölbe länger und damit niedriger zu machen, indem er die Faszien lockerte und die Muskeln entspannte. Er setzte seine Finger ein - hart wie Stahlwerkzeug - wie ein Bildhauer, der mit Lehm arbeitet. Er drang tiefer in das Fleisch ein, als ich das jemals für möglich gehalten hätte, bewegte die Finger langsam durch die Muskelfaszien, Konturen von Gewebe und Knochen folgend, die nur er ergründen konnte. Ich glaube, es tat weh.
Rolfer sind ein wenig empfindlich gegenüber der Bemerkung, dass sie Schmerz verursachen. Jedoch - es gibt guten Schmerz und schlechten. Manche dienen als Warnung, andere begleiten Veränderung und Wachstum. Was ich fühlte, war sehr intensiv und vollkommen neu. Kurz gesagt: Irgendwas ging vor sich. Rolfer sagen, sie "bilden" (educate) den Körper. Sie sehen das, was sie tun als Beginn eines Prozesses, nicht als dessen Ende. Ich verließ Reillys Praxis nach der ersten Stunde - an der er an meinen Füßen, den Rückseiten meiner Beine und an meinem Rücken gearbeitet hatte - und fühlte mich gerader, aufrechter und sogar leichter als vorher. Schon bald verschwand die Empfindung von etwas Neuem und ich weiß nicht, wie viel von der Veränderung mein Körper behalten hat. Rolfer werden sagen, der Körper behält "das meiste" davon. Auf jeden Fall zeigte Reilly meinem Körper eine ganz andere, bessere Möglichkeit sich zu tragen. Meine Füße schienen mehr oder weniger unverändert. Und doch - ein paar Tage später, nach der zweiten Sitzung und mehr Arbeit an meinen Füßen - ging ich los für ein langes Jogging und bemerkte plötzlich, dass die Zehenspitzen nicht aufhörten, gegen das Ende meiner Laufschuhe zu stoßen. Seitdem habe ich eine halbe Größe mehr. Ich musste sogar meine geliebten Cowboystiefel wegwerfen. Ich trage immer noch Einlagen, aber ich denke, es gab feine Veränderungen in der Art, wie meine Füße den Boden greifen. Wenn es denn überhaupt möglich ist, dass Füße entspannter sind, dann sind sie es. Ich benutze anscheinend mehr von meinen Füßen, wenn ich renne.
Aber meine Füße waren nicht mein einziges und sogar nicht mal mein schlimmstes Problem. Rolfer nehmen keinen Teil des Körpers als isoliert. Reilly gab sich gewöhnlich mit allem ab - Beine, Arme, Schultern, vorne, hinten - obwohl er sich in jeder Sitzung auf bestimmte Regionen besonders konzentrierte. Wieder, wie mit meinen Füßen, schloss der Prozess tiefe Erforschungen meiner Muskeln ein. Eine Menge Drücken hier und Ziehen dort. Reilly benutzte meist seine Fingerspitzen, manchmal seine Handwurzel und gelegentlich sogar seine Ellenbogen. Er arbeitete sich durch meine Muskeln, schob sie hin und her.
Es gab unangenehme Perioden während des ganzen Prozesses, während denen nichts mehr richtig zu funktionieren schien und meine Arme und Beine anscheinend nicht mehr zu mir gehörten. Mein Lauf-Stil war eine Zeitlang ganz verdorben. Reilly veränderte allmählich die ganze Art und Weise, wie mein Körper stand und ging und wie ein Heranwachsender war ich auf einmal plump und ungeschickt. Deshalb erfordert Rolfing ein ziemliches Sich-Einlassen und ist nichts, dessen du dich in der Zeit intensiven Trainings oder Wettkampfs unterziehen solltest.
Rolfing kann jedoch eine besonders sinnvolle Therapie für Läufer sein. Die Stärke der Rolfer sind Behandlungen von chronischen Verletzungen und die Korrektur chronischer Fehlstellungen - also genau die Dinge, die Läufer am meisten plagen: das fast unvermeidliche Ungleichgewicht von Muskeln, das sich mit dem Training entwickelt und zu Problemen wie Plantar-Entzündungen, Knieschmerzen und Rückenverletzungen führt.
Es war nach der vierten Sitzung mit Reilly, dass ich davon überzeugt wurde, dass etwas Positives vor sich ging. Die Sitzung konzentrierte sich auf meine Beine, die, wie Reilly sagt, dazu neigen, sich auswärts zu drehen, so dass sie beim Rennen flache Bögen statt gerader Linien bilden und damit zu Fußdrehung und Knie-Stress beitragen.
Reilly fing an, die Art umzusortieren, mit der ich meine Beinmuskeln benutze - lockerte das, was fest war, und brachte ins Leben, was ich bisher ignoriert hatte. Er warnte mich ausdrücklich, ein paar Tage nicht zu joggen und dann langsam anzufangen, um den Muskeln Zeit zu geben, sich an ihre neue Rolle zu gewöhnen. Logisch, dass ich seinen Rat in den Wind schlug.
Während ich seine Praxis verließ, fühlte ich mich wie eine Elfe - alle meine 97 Kilo. Ich musste natürlich irgendwas tun und so rannte ich etwas später 10 km und es war einfach herrlich. Niemals in all den Jahren hatte ich mich so leicht gefühlt. In meinem Schritt gab es eine Feder. Plötzlich stießen sich meine Zehen vom Boden ab. Ich glaube nicht, dass ich schon jemals vorher meine Waden benutzt hatte. Ich fühlte mich wie ein neuer Mann. Am nächsten Tag hatte ich solchen Muskelkater, dass ich kaum laufen konnte.
Meine zehn Sitzungen mit Reilly sind jetzt mehr als ein Jahr her. In dieser Zeit war ich noch zweimal für "Wieder-Auffrischungen" bei ihm. Rolfing war nicht die magische Kur für alle meine Zipperlein, aber Reilly begann einen Veränderungsprozess, der bis heute andauert. Ich bin bewusster geworden dafür, wie mein Körper funktioniert und damit für den Nutzen der Selbst-Erhaltung. Ich fahre jetzt mehr Rad und schwimme mehr, während die Meilen, die ich renne, von höherer Qualität sind. Ich hatte keine Verletzungen oder Schmerzen mehr.
Ich kann nicht sagen, dass ich noch einmal die Klarheit jener 10 km erfahren habe, aber ich hatte Ahnungen davon und die Erinnerung bleibt lebendig - ein gutes Ziel, für das ich arbeite. Reilly zeigte mir die richtige Richtung."

von Eva Furnari
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